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Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch: „Investitionen in Weiße Biotechnologie haben beste Erfolgschancen“ Frankfurt am Main, 05.05.2009

Was zeichnet ein erfolgreiches Unternehmen der Weißen Biotechnologie aus? Welche Investmentperspektiven sind für diese Branche zu erwarten? Diese und weitere Fragen standen heute im Mittelpunkt der ersten Investorenkonferenz Weiße Biotechnologie der Clusterinitiative Integrierte Biotechnologie CIB Frankfurt. Mehr als 80 Teilnehmer – Unternehmer, Investoren und Finanzexperten - diskutierten in den Räumen der IHK Frankfurt über die Chancen dieser jungen, innovativen Wachstumsbranche. Die Weiße Biotechnologie werde die gesamte Wirtschaft nachhaltig verändern, zeigte sich der hessische Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch zur Eröffnung der Investorenkonferenz überzeugt: „Die Weiße Biotechnologie eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten und Chancen, auch und gerade weil sie sich an den Problemlösungen der Natur orientiert. Sie nutzt die Werkzeuge der Natur für die industrielle Produktion. So werden wir langfristig die Grundstoffe der Chemischen Industrie und Energie aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnen und uns von fossilen Grundstoffen und Energieträgern unabhängig machen. Gerade für ein hochentwickeltes und rohstoffarmes Land wie Deutschland sind Investitionen in eine zukunftsfähige, nachhaltige Spitzentechnologie wie die Weiße Biotechnologie deshalb besonders wichtig.“ Produkte aus der weißen Biotechnologie haben vielfach unbemerkt Einzug in unseren Alltag gehalten: optimierte Enzyme für die Waschmittel-, Papier- und Lederindustrie, hochaktive Pharmawirkstoffe mit weniger Nebenwirkungen, immer leistungsfähigere Waschmittelenzyme und immer effizientere Bioenergieträger. Dies sind nur wenige Beispiele, in denen Verfahren der Weißen Biotechnologie Anwendung finden. Diese Erfolgsgeschichten werden von vielen jungen Biotechfirmen mitgeschrieben. Die Besten dieser Branche präsentierten auf der Investorenkonferenz ihre Geschäftsmodelle und gaben Einblicke in lukrative Investmentchancen. „An den Kapitalmärkten haben sich in den letzten zehn Jahren Biotech-Fonds mit Milliarden-Investments etabliert, die permanent auf der Suche nach geeigneten Investitionsobjekten sind“, sagte Hilmar Platz, Vorstand der Kayenburg AG. Obwohl Deutschland in der Weißen Biotechnologie weltweit führend ist, ist die Branche bei Investoren noch weitgehend unbekannt. Dennoch, es gibt zahlreiche Gründe, schon jetzt in die Weiße Biotechnologie einzusteigen: Die Produkte der Weißen Biotechnologie überzeugen durch kurze Entwicklungszyklen, geringe staatliche Regulierungen und hohe wirtschaftliche Wertschöpfung. Mittlerweile haben auch in Deutschland schon einige Unternehmen der Weißen Biotechnologie einen Reifegrad erreicht, der sie zu Börsenaspiranten macht. „Der Gang an die Börse wäre ein vorläufiger Höhepunkt und könnte die gesamte Weiße Biotechnologie in den Mittelpunkt des Investoren- und Medieninteresses katapultieren“, so Platz. Mit Verfahren der Weißen Biotechnologie werden im Bereich der bereits heute Waren im Wert von ca. 50 Milliarden Euro weltweit produziert. Experten gehen davon aus, dass die Bedeutung der Biotechnologie in der Chemischen Industrie weiter wachsen wird. Bis zum Jahr 2025 wird für dieses Segment ein Wachstum auf bis zu 250 Milliarden Euro vorhergesagt. „Es ist lange her, dass ein ähnlich weit reichender Veränderungsprozess stattgefunden hat, wie der aktuell anstehende Übergang von der petrochemischen zur biotechnologischen Industrie. Zuletzt ereignete sich Vergleichbares, als die Kohlechemie von der Petrochemie abgelöst wurde. An der Spitze dieses Innovationsprozesses zu stehen ist eine Herausforderung und große Chance zur Erhaltung unseres Wohlstandes und unserer Umwelt“, sagte Staatssekretär Saebisch.

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